Einweihung des Fachklassentrakts der Martin-Niemöller-Schule in Goddelau nach Komplettsanierung

Am 08. September 2011 fand die feierliche Übergabe des neu gestalteten Fachklassentraktes der Martin-Niemöller-Schule statt. Gäste konnten sich davon überzeugen, mit welcher Begeisterung die Schüler ihre neuen Räume schon in Besitz genommen haben.

Die anregende Lernatmosphäre in den neuen Räumen und die Möglichkeiten, eigenständig auszuprobieren und zu experimentieren, ermöglichten die Umsetzung von Pestalozzis Forderung, erklärte Buhl, Leiter der Martin-Niemöller-Schule. „Auch in schwierigen Börsenzeiten eine gewinnbringende Anlage“ meinte Martin Buhl, Leiter der Martin-Niemöller-Schule, zur Investition in die neuen Räume seiner Schule.

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Damit der alte Bau aus den siebziger Jahren in neuem Glanz erstrahlen konnte, waren viele Hände, Köpfe und Herzen nötig. Die WEP-Gruppe war dabei für die Projektsteuerung verantwortlich und konnte das vorgegeben Budget von 4,95 Millionen Euro um mehr als 600.000 € unterschreiten. Die Komplettsanierung des Flachklassentraktes (ca. 4.500 m² BGF) bei laufendem Betrieb, wurde bereits im Juli 2011 nach einer 17 monatige Bauzeit fertiggestellt, welcher nun auch durch die Schüler gebührend eingeweiht werden konnte.

Der Landrat Thomas Will berichtete, dass die Martin-Niemöller-Schule gerade in Frankfurt mit dem „Gütesiegel Berufsorientierung“ ausgezeichnet worden sei und bestätigte: „Die Gebäude kommen dafür gerade zur rechten Zeit.“ Auch Bärbel Bartel, zuständig für die Berufsorientierung, berichtete begeistert: „Die ersten zwei Wochen sind die Schüler richtig ehrfürchtig in die Räume gekommen.“ und die Begeisterung merkte man allen auch nach fünf Wochen Schulbetrieb noch an.

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Adrienne Mittelstädt vom gleichnamigen Architekturbüro, das für die Neugestaltung verantwortlich war, verwandelte das Albert-Einstein-Zitat „Ich lerne nur das, was mir Spaß macht“ in „Ich lerne nur, wo es mir Spaß macht.“ Und nach diesem Motto wurde das Gebäude komplett entkernt, die Fassade ansprechender gestaltet und die Räume neu konzipiert. Jetzt gibt es Laborplätze für jeden Chemie-Schüler, Möglichkeiten zu eigenen Physik-Experimenten und modern ausgestattete Räume für Arbeitslehre (Holz- und Metallbearbeitung) sowie einen Brennofen. Behindertengerechte Bauweise und Elemente aus Passivenergie-Häusern seien ebenfalls berücksichtigt worden.
Heiterkeit erntete die Architektin für ihren Bericht über das Spechtproblem. Der Specht habe sich die Fassade mit der Wärmedämmung im Verbundsystem zur Futtersuche erkoren. Da eine Studie herausfand, erklärte Mittelstädt, dass Spechte über die Ecken anfliegen, habe sie diese durch eine besonders feste und rutschige Oberfläche sichern lassen und hoffe nun, „dass der Specht sich auch in Riedstadt an die Studie hält“.

Die Bläserklasse 6a umrahmte die Feier mit musikalischen Beiträgen. Inzwischen hatten in den neuen Räumen Schüler und Lehrer Beispiele aus dem neuen Unterricht vorbereitet. Mit Feuereifer – im wahrsten Sinne des Wortes – hatte die Klasse 10 einen Kürbis zu einem flammenden Monster mutieren lassen. Bärlapp-Sporen – mit denen auch Feuerspucker arbeiten – und die richtige Technik machte es möglich.

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Foto: Robert Heiler

Textquelle: www.echo-online.de