Projektsteuerung bei Wiederaufbau nach Hochwasser 2013

WEP übernimmt die Projektsteuerung bei zahlreichen Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Hochwasser 2013 in Schirgiswalde-Kirschau, Cunewalde, Ottendorf-Okrilla sowie Neschwitz.

Haus beim Hochwasser 2013
Foto: Bautzner Bote

Das Juni-Hochwasser 2013 hinterließ in mehreren Bundesländern zahlreiche und zum Teil erhebliche Schäden. Betroffen sind neben Bürgern und Unternehmen auch insbesondere die Kommunen. Den Städten und Gemeinden fehlen oftmals die Kapazitäten, um den mit dem Wiederaufbau verbundenen hohen Koordinierungs- und Steuerungsaufwand neben dem Tagesgeschäft zu bewältigen. Bei vier sächsischen Kommunen – Schirgiswalde-Kirschau, Cunewalde, Ottendorf-Okrilla und Neschwitz – übernimmt WEP diese Aufgabe.

Zur Bewältigung der Folgen des Juni-Hochwassers 2013 stellte der Bund einen Aufbaufonds mit einem Gesamtvolumen von rund acht Milliarden Euro zur Verfügung. Zum Zwecke der bedarfsgerechten Verteilung der Fördermittel wurde den Kommunen ausgehend von ihren Schadensmeldungen ein Wiederaufbauplan zur Verfügung gestellt, welcher die als förderfähig eingestuften Maßnahmen enthält. Dieser umfasst in Schirgiswalde-Kirschau ca. 70, in Cunewalde ca. 35, in Ottendorf-Okrilla rund 20 und in Neschwitz etwa sechs Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die Sanierung und Neuerrichtung von Brücken, Straßeninstandsetzungen, die Profilierung und Sanierung von Gewässern sowie die Sanierung oder den Ersatzneubau von Gebäuden.

Garten beim Hochwasser 2013
Foto: alles-lausitz.de

Überflutete Straßen beim Hochwasser 2013
Foto: Joerg Stephan

WEP koordiniert die Umsetzung der jeweiligen Wiederaufbaupläne und übernimmt die Projektsteuerung bei einzelnen großen Wiederaufbaumaßnahmen. Zu den Schwerpunkten zählen die Erstellung und Abstimmung von Prioritätenplänen, die Erstellung und Fortschreibung der Gesamtmaßnahmepläne für das Generalablauf- und Liquiditätsmanagement jeder Kommune sowie das umfassende Fördermittelmanagement. In Abhängigkeit von Größe und Komplexität werden zusätzlich Leistungen des Bauprojektmanagements erbracht. WEP nimmt auch die Funktion als Schnittstelle zwischen den Kommunen auf der einen Seite und den Planern, Baufirmen und Förderstellen auf der anderen Seite ein. Bis Ende 2017 sollen die Wiederaufbaumaßnahmen vollständig realisiert sein.